Mobbing

Was ist Mobbing?

Gestresste FrauSeit Wochen kämpfen Sie gegen Schikanen von ArbeitskollegInnen an Ihrem Arbeitsplatz? Jeder achte Deutsche wurde an seinem derzeitigen Arbeitsplatz schon einmal gemobbt. Das ist das Ergebnis einer Studie des Markt- und Sozialforschungsinstituts Ifak in Taunusstein bei Wiesbaden. Mobbing kann krank machen. Die Daten der gesetzlichen Krankenkassen belegen seit Jahren die steigende Relevanz psychischer Erkrankungen. Die Zahl der Fehltage (Arbeitsunfähigkeitstage) wegen psychischer Erkrankungen ist deutlich angestiegen: Im Jahr 2012 wurden bundesweit 60 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen registriert.

In einem Mobbing-Fall ist es wichtig, die richtige Strategie und Taktik einzusetzen. Gerne berate ich Sie telefonisch oder persönlich zu diesem Thema und helfe Ihnen, Ihre Rechte durchzusetzen.

Ebenen des Mobbings

Mobbingangriffe können auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden:

  • Kommunikation
    Ihnen wird der Kontakt verweigert, sie werden "wie Luft" behandelt, demonstrativ gemieden und dürfen nicht zu Wort kommen.
  • soziales Ansehen
    Wenn Gerüchte verbreitet werden und damit schlecht über Sie gesprochen wird, entsteht häufig ein falsches Bild im sozialen Umfeld, das sich nachträglich nur schwer korrigieren lässt.
  • fachliche Kompetenz
    Oft wird die fachliche Kompetenz in Frage gestellt oder es wird versucht, Ihnen Aufgaben zu übertragen, die nicht machbar sind, damit Sie Fehler machen, die dann ausgiebig zur Sprache kommen.
  • Arbeitszufriedenheit
    Mobbing zielt hier auf die Arbeitszufriedenheit. Wurden Ihre Einsatzorte und Arbeitszeiten so geändert, bis sich die Arbeitsbedingungen zunehmend verschlechterten? Falls ja, könnten das ebenfalls Indizien für Mobbing sein.

Checkliste Mobbing

Sie sind unsicher, ob bei Ihnen Mobbing vorliegt? Überprüfen Sie es anhand diesee Checkliste. Zunächst ist wichtig, dass Sie sich in einer unterlegenen Position befinden und zugleich auf systematische Weise über mindestens 6 Monate hinweg mindestens einmal pro Woche einer der folgenden 45 feindseligen Handlungen ausgesetzt sind:

1.Angriffe auf die Möglichkeiten, sich mitzuteilen:

  • Der Vorgesetzte schränkt die Möglichkeiten ein, sich zu äußern.
  • Man wird ständig unterbrochen.
  • Kollegen schränken die Möglichkeiten ein, sich zu äußern.
  • Anschreien oder lautes Schimpfen.
  • Ständige Kritik an der Arbeit.
  • Ständige Kritik am Privatleben.
  • Telefonterror.
  • Mündliche Drohungen.
  • Schriftliche Drohungen.
  • Kontaktverweigerung durch abwertende Blicke oder Gesten.
  • Kontaktverweigerung durch Andeutungen, ohne dass man etwas direkt ausspricht.

 

2. Angriffe auf die sozialen Beziehungen:

  • Man spricht nicht mehr mit dem Betroffenen.
  • Man lässt sich nicht ansprechen.
  • Versetzung in einen Raum weitab von den Kollegen.
  • Den Arbeitskollegen/innen wird verboten, den/die Betroffenen anzusprechen.
  • Man wird "wie Luft" behandelt.

 

3. Auswirkungen auf das soziale Ansehen:

  • Hinter dem Rücken des Betroffenen wird schlecht über ihn gesprochen.
  • Man verbreitet Gerüchte.
  • Man macht jemanden lächerlich.
  • Man verdächtigt jemanden, psychischkrank zu sein.
  • Man will jemanden zu einerpsychiatrischen Untersuchung zwingen.
  • Man macht sich über eine Behinderung lustig.
  • Man imitiert den Gang, die Stimme, oder Gesten, um jemanden lächerlich zu machen.
  • Man greift die politische oderreligiöse Einstellung an.
  • Man macht sich über das Privatlebenlustig.
  • Man macht sich über die Nationalität lustig.
  • Man zwingt jemanden, Arbeiten auszuführen, die das Selbstbewusstsein verletzen.
  • Man beurteilt den Arbeitseinsatz in falscher od. kränkender Weise.
  • Man stellt die Entscheidungen des Betroffenen in Frage.
  • Man ruft ihm/ihr obszöne Schimpfworte o. a. entwürdigende Ausdrücke nach.
  • Sexuelle Annäherungen oder verbale sexuelle Angebote.

 

4. Angriffe auf die Qualität der Berufs- und Lebenssituation:

  • Man weist dem Betroffenen keine Arbeitsaufgaben zu.
  • Man nimmt ihm jede Beschäftigung am Arbeitsplatz, so dass er sich nicht einmal selbst Aufgaben ausdenken kann.
  • Man gibt ihm sinnlose Arbeitsaufgaben.
  • Man gibt ihm Aufgaben weit untereigentlichem Können.
  • Man gibt ihm ständig neue Aufgaben.
  • Man gibt ihm "kränkende" Arbeitsaufgaben.
  • Man gibt dem Betroffenen Arbeitsaufgaben, die seine Qualifikation übersteigen, um ihn zu diskreditieren.

 

5. Angriffe auf die Gesundheit:

  • Zwang zu gesundheitsschädlichen Arbeiten.
  • Androhung körperlicher Gewalt.
  • Anwendung leichter Gewalt, zum Beispiel um jemandem einen "Denkzettel" zu verpassen.
  • Körperliche Misshandlung.
  • Man verursacht Kosten für den/die Betroffene, um ihm/ihr zu schaden.
  • Man richtet physischen Schaden im Heim oder am Arbeitsplatz des/der Betroffenen an.
  • Sexuelle Handgreiflichkeiten.